Dr.med.Frank Kämmler

Regeln der Akupunkturanwendung

Bild: imaginando/fotolia.com
  • Akupunktur sollte in der Regel 10-12 ×, kann aber auch bis zu 20 × angewandt werden. Je akuter eine Erkrankung ist, desto häufiger ist die Behandlungsfrequenz pro Woche sinnvoll. Chronische Erkrankungen und Leerezustände sollten nur 1-2 pro Woche behandelt werden.
  • Für die beiden Indikationen der gesetzlichen Krankenkassen, chronischer Rückenschmerz und Kniearthrose sind in der Regel bis zu 10 Anwendungen innerhalb von 6 Wochen vorgesehen, Im begründeten Fall können hier bis zu 15 Sitzungen durchgeführt  werden.
  • Bei der Körperakupunktur solten 10-20 Nadeln und für die Ohrakupunktur 3-5 Nadeln auf einem Ohr pro Sitzung eingesetzt werden.
  • Entspanntes Liegen in Rücken- oder Seitlage (ggf. wechselseitig) oder Sitzen sind die häufigsten Behandlungspositionen
  • das Auslösen eines Nadelgefühls De-Qi, vergleichbaren einem kurzzeitigen, dumpfen Drücken gilt als wünschenswerte Sensation. Sie ist nicht an allen Punkten gleich. Besonders deutlich tritt es bei Nadelung in Muskearealen auf, gering bis fehlend ist es bei Punkten unmittelbar über Knochen, im Gesicht und am Ohr. An den Endpunkten der Meridiane (Finger oder Zehen) werden häufig die stärksten Wirkungen erzielt. Die Nadelung dieser Punkte ist oft von besonders intensiven Empfindungen bis zu leichtem Schmerz begleitet, während Schmerzempfindungen nicht zu den normalen Begleiterscheinungen der Nadelung gehört. (Quelle: Richter/Becke: Akupunktur; 3.Auflage 1995; Ullstein Mosby).

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